Standorte diskutieren!


Offensichtlich unausgegoren waren die Vorschläge zu neuen Standorten für Flüchtlingsunterkünfte, die die Stadtverwaltung kürzlich präsentierte und vor wenigen Tagen damit nicht nur die Bürger, sondern auch die Politik überraschte. Das im städtischen Besitz befindliche Gebäude in der Stettiner Straße soll abgerissen und das Grundstück mit Containern zugestellt werden? Da haben wir in Reinbek aber eine ganz andere Beschlusslage – mal abgesehen davon, dass wir GRÜNE bezweifeln, dass der Abriss nötig oder auch nur halbwegs sinnvoll ist. Und die Festwiese in Schönningstedt soll für Jahre mit Wohncontainern bestückt werden? Das muss doch gar nicht sein, weil ja Alternativflächen zur Verfügung stehen. Wir GRÜNE verstehen die Dringlichkeit, die die Stadtverwaltung sieht, die in diesem Jahr noch 150 Flüchtende unterbringen muss. Aber wir sehen auch den Diskussionsbedarf bei der Politik und bei den Bürgern. Unser Vorschlag: Jetzt zunächst über die ein oder zwei Standorte beraten, die unstrittig sind und schnell zur Verfügung stehen. Und sich dann in Ruhe und mit Beteiligung der Anwohner Gedanken zu machen, welcher Standort mit welchem Aufwand und in welcher Form hergerichtet wird. Transparente, intensive Beratungen und Schnelligkeit müssen sich nicht ausschließen.

Markus Linden