Reinbekerin Minna Specht erhält Gedenktafel

Auf Antrag der Grünen wird zukünftig auf dem Schlossgelände eine Gedenktafel an die Reinbeker Reformpädagogin Minna Specht erinnern. Die Anregung für eine posthume Ehrung kam ursprünglich von der Bürgerin Dr. Elisabeth Kasch. Alle Fraktionen stimmten im zuständigen Ausschuss einem Gedenken an Minna Specht zu. Die Entscheidung für das Schlossgelände ist folgerichtig, wurde Minna Specht doch 1879 im Reinbeker Schloss geboren und ist hier aufgewachsen. Sie ist in der heutigen Zeit ein wichtiges Vorbild: Losgelöst von traditionellen Frauenbildern ihrer Zeit hat Minna Specht bereits Anfang des 20. Jhd. Lehramt studiert und bis 1933 im Landerziehungsheim in Walkmühle gewirkt. Ihre Grundsätze von Bildung für alle, einem sozialen Bildungssystem und einer Erziehung, die junge Menschen in den Mittelpunkt stellt, gelten bis heute. Während der NS-Zeit setzte sie ihre Arbeit im Exil fort und nach dem Krieg war sie die erste Leiterin der Odenwaldschule. Schule als Ort der Demokratie – der pädagogische Ansatz von Minna Specht ist heute wieder topaktuell.
Christel Osbahr, Laura Nassrallah, Vera
Hanel

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